
Monografia, Romagna Sangiovese Riserva Marzeno DOC
Fattoria Zerbina
Emilia-Romagna, Italien
Auf dem Gebiet der Emilia-Romagna erstrecken sich rund 58.000 Hektar Weinanbaufläche. Rund neun Millionen Hektoliter werden jährlich produziert und die Gegend ist bekannt für den Export von Billig-Weinen. Das landschaftlich so reizvolle Gebiet im Norden Italiens ist von Haus aus vor allem die Heimat des Lambrusco, des Parmigiano, des Prosciutto di Parma und des Aceto Balsamico. Doch die Doppelregion kann viel mehr: Sie besticht durch eine abwechslungsreiche Weinlandschaft und so unterscheiden sich die Weine aus der Emilia zum Teil deutlich von denen der Romagna. In den vergangenen Jahren machten immer mehr kleine Winzer von sich reden, die hervorragende Weine kreieren.
Mehr erfahrenKlima und Böden in der Emilia-Romagna
Von der Adria im Osten bis in die Nähe des ligurischen Meers im Westen, vom Apennin im Süden bis zur Po-Ebene im Norden zieht sich die Emilia-Romagna. So weist die Region sehr unterschiedliche Klimazonen auf: von eher kühlen, luftigen und im Sommer sehr trockenen Witterungen in den Bergen der Emilia bis zu einem sehr heissen, im Sommer geradezu stickigen und feuchten Klima in den Ebenen der Romagna. Die Winter sind in der gesamten Region relativ kalt und zwischen November und Februar ist Nachtfrost nicht selten. Auch die Böden in der Doppelregion sind sehr unterschiedlich. In der Romagna herrschen vor allem fruchtbare Schwemmlandböden vor, während die eher kargen Böden in der Emilia oft aus rotem Lehm oder Verwitterungsgestein bestehen.
Die besten Weinsorten aus der Emilia-Romagna
Zweifellos ist es nach wie vor der Lambrusco, den man mit der Emilia-Romagna assoziiert. Galt der rote Perlwein mit seiner saftigen Süsse bis vor Kurzem noch als Massenprodukt von oftmals minderer Qualität, hat sich das heute geändert: Es gibt zahlreiche qualitativ hochstehende Sorten wie etwa der Lambrusco di Sorbara mit einer frischeren Note und leichter Säure. Auch der ehemals halbsüsse Albana di Romagna ist heute trockener mit fruchtiger Würze und gehört zu den interessantesten Sorten der Region.
Die kühlere Emilia ist nicht nur für ihren Lambrusco bekannt, sondern zunehmend auch für leichte Rot- und Rosé-Weine. In der Romagna dominieren fruchtig-aromatische Rotweine, insbesondere aus Sangiovese-Trauben, der hier einen sehr eigenwilligen Charakter besitzt: Die Lehm- und Kalkböden in dieser Region verleihen dem Sangiovese ein ganz eigenes Aroma von schwarzen Früchten und einer vergleichsweise leichten Tannin-Note. Eine kleine, aber feine Spitze von Top-Winzern hat sich im Convinto di Romagna zusammengefunden, um das Anbaugebiet mit ihren hochwertigen Qualitätsweinen bekannter zu machen.
Sangiovese: der heimliche Favorit (und Star) der Emilia-Romagna
Aus der Rotweinsorte Sangiovese entstehen in der Emilia-Romagna heute manche Spitzenweine, die es in die Bestenlisten internationaler Wein-Guides geschafft haben. Dazu zählt der Romagna Sangiovese Superiore DOC Ceregio aus dem Hause Fattoria Zerbina. Das kleine und ebenso feine Weingut hat unter der Leitung von Maria Cristina Geminiani entscheidend zur Qualitätssteigerung des Weinanbaus in der Emilia-Romagna beigetragen. Der Romagna Sangiovese besticht durch sein für die Region so typisches Aroma aus dunklen Kirschen, vielschichtiger Würze und einem leichten Mandelgeschmack im Abgang.
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